Andreas Schumann • 15. Mai 2026
Eine Theorie über das Glück
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Niemandem wird mehr Glück unterstellt, als dem Erfolgreichen. Der Blick auf den fremdem Erfolg nährt das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit. Dies dient dem Selbstschutz. Die Erklärung des fremden Erfolgs mit Glück relativiert und rechtfertigt die eigenen Limitierung. Deshalb Obacht: wenn einer immer wieder Glück zu haben scheint, dann ist Zufall umso unwahrscheinlicher je länger die Glückssträhne dauert. Will man ein Urteil über den Erfolg Dritter abgeben, so ist man mit einem einfachen Satz gut beraten; Glück mit System ist Können, Pech mit System ist Unvermögen.